Die katholische Pfarrkirche
„Mariä Himmelfahrt“
Nähert man sich der Stadt Wittichenau, dann fällt schon aus der
Ferne der spitze Turm der Pfarrkirche auf. Ihr Ursprung liegt in
grauer Vergangenheit.
Vom Meißner Bischof Witego, der 1293
starb, ist überliefert, dass er nach einer verheerenden
Feuersbrunst den Ort und auch die Kirche neu aufbauen ließ. Also
kann ein früher Kirchenbau in seine Amtszeit eingeordnet werden.
Der Bau aus Witegos Zeit brannte allerdings 1429 nieder, als die Hussiten
die Stadt heimsuchten. Nur der festungshaft starke Turmunterbau
und die Sakristei widerstanden den Flammen und konnten in den
Neubau einbezogen werden, der bereits 1440 bis 1445 als gotische
Basilika ausgeführt wurde.
In den folgenden Jahrhunderten ist
die Kirche mehrmals verändert worden, zum Beispiel ist 1823 der
„Zwiebelturm“ dem Feuer zum Opfer gefallen. Er wurde 1846/47
durch einen Spitzturm ersetzt, der wiederum Vorgänger des 1867
errichteten heutigen Turmes war.
Von der wertvollen Ausstattung der Kirche sei der 1723
vollendete Hochaltar genannt, dessen Aufbau mit den
Heiligenfiguren von dem aus Wittichenau stammenden und damals in
Prag wirkenden Barockbildhauer Mathias Wenzel Jäckel geschaffen
wurde.

