Der Kolpingplatz und seine Besonderheiten

Der heute nach Adolf Kolping benannte Platz hieß einst Wilhelmsplatz. Viele "Ur-Wittichenauer" kennen den Platz aber noch unter seinem vorherigen Namen: Schweinemarkt.
Hier stehen z.B. die Kreuzkirche und das Jakubetzstift, die beide nach einem Stadtbrand 1780 auf den Fundamenten ausgebrannter Gebäude wiedererrichtet worden sind.

Die Kreuzkirche

Die Kreuzkirche ist ein einschiffiger Barockbau mit Balkendecke und einem Dachreiter und wurde 1780/81 massiv errichtet. Der Verwendungszweck in den letzten Jahrhunderten war besonders und wechselnd für die Belange der Gemeinde.

An der Kirche findet man drei Granit-Steinkreuze. Obwohl über ihren Ursprung weder Urkunden noch Sagen berichten, wissen wir, dass nach mittelalterlicher Gerichtsbarkeit solche Male von einem Totschläger als Teil seiner Strafe errichtet werden musste.

In der heutigen Zeit wird die Kreuzkirche vom Katholischen Kinderhaus, von der Pfarrjugend in der Adventszeit zu Orate-Messen und vom Kolpingverein für Vorträge, sowie für das Kolping-Gedenken, zeitweilig genutzt.

Das Jakubetzstift

Neben der Kreuzkirche steht das Jakubetz-Stift. Früher Armenhospital, beherbergt dieses geschichtsträchtige Gebäude heute die Kindertagesstätte „Katholisches Kinderhaus - Jakubetzstift“.
Das Stift ist zweigeschossig, hat im Erdgeschoss eine gewölbte Decke und wurde im Innern zwischen 1953 und 1964 umgebaut. Das Haus wurde 1780/81 als Armenhospital errichtet, ab 1788 wurde Schulunterricht darin gehalten, bis 1832 die Stadtschule gebaut wurde.

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