Ulrich Pogoda
Als Neunjähriger begann
der 1954 in Wittichenau geborene Pogoda an der Musikschule Hoyerswerda Klavier und
Kontrabass zu erlernen, wechselte jedoch 1969 für fünf Jahre an die
Sportschule in Forst/Lausitz. 1974 schloss er dort die Erweiterte Oberschule
mit dem Abitur ab.
Zunächst nahm Ulrich Pogoda ein Ingenieurstudium an der Hochschule für Bauwesen in Cottbus auf und arbeitete bis 1985 als Bauingenieur, hatte inzwischen aber Unterricht in Gesang und Klavier am Cottbuser Konservatorium genommen.
Außerdem belegte er berufsbegleitend ein Teil-Fernstudium an der Musikhochschule Franz Liszt in Weimar und war nun auch als Musiker, Sänger und Songschreiber tätig.
1985 wurde er als Musikredakteur bei Radio DDR, Sender Cottbus, angestellt und ist seit 1992 Redakteur für sorbische Musik beim RBB.
In Cottbus begann seine ernsthafte kompositorische Arbeit. Über kammermusikalische Versuche fand er im Laufe der Jahre zu größeren Formen und Gattungen. Eine wichtige Station seiner Entwicklung war ein Aufenthalt als Ehrengast in der Villa Massimo in Rom (1999). In diesem Jahr entstanden unter anderem Di sera a Roma per pianoforte.
Obwohl Ulrich Pogoda mütterlicherseits sorbischer Abstammung ist, bezeichnet er sich selbst nicht als sorbischen Komponisten. In der überwiegenden Zahl seiner Werke geht er nicht von sorbisch-wendischen Traditionen oder sorbisch geprägten Intonationen aus.
Sein Werkverzeichnis nennt mehr als 100 Kompositionen, darunter viele kammermusikalische Arbeiten, konzertante Musik und Werke für Orchester.
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Pogoda