Herta Nikovich

Herta NikovichHerta Nikovich, geb. Barth, wurde 1923 in Wittichenau geboren. Ihre Eltern bewirtschafteten den „Gasthof zur Kegelbahn“ auf der Hosker Straße, welcher auch heute noch existiert.
Ihr Leben stand stets im Dienst anderer Menschen. Mit Beginn des Krieges 1939 wurde sie als 16-Jährige für den Lazarett-Dienst einberufen. Als Krankenschwester arbeitend, führte ihr Weg mit der Front nach Griechenland und in die Türkei.

Später verwirklichte sie ihren Lebenstraum und ging nach Amerika, wo sie bei der Familie Hamilton in Denver, Colorado, als Kindermädchen tätig wurde. Viele Jahre zog sie die Kinder der Ölmagnatenfamilie wie eine Mutter auf, weil die Eltern keine Zeit hatten. Erst in den 70er Jahren heiratete sie den Jugoslawen Don Nikovich.

Sie besuchte in regelmäßigen Abständen ihre Familie in Deutschland und hielt durch Briefe den Kontakt aufrecht. Herta Nikovich bekam selbst keine Kinder, war aber fast ihr ganzes Leben für die Kinder anderer da. Dies bewog sie schließlich, als ihre Krankheit immer mehr fortschritt, den Großteil des Vermögens für die Kinder- und Jugendarbeit in ihrer Heimatstadt bereitzustellen. Ursula und Hans Ballandt besuchten 1990 als erste Wittichenauer ihre Cousine Herta in Amerika.
Herta Nikovich starb 1994 in Denver.

Völlig unerwartet erhielt der Bürgermeister der Stadt Wittichenau am 27. Juli 1994 einen Brief von Frau Elisabeth McComas aus Denver (USA) mit dem Inhalt, dass Frau Herta Nikovich der Stadt Wittichenau einen erheblichen Teil ihres Erbes für die Kinder- und Jugendarbeit hinterlässt. Im Oktober 1999 erfolgte die Eintragung in das Stiftungsverzeichnis als „Wittichenauer Kinder – Mrs. Nikovich-Stiftung“.

Die Stiftung verfolgt ausschließlich gemeinnützige Zwecke und dient der Förderung der Erziehung, der Volks- und Berufsbildung, der Jugendpflege und der Jugendfürsorge aller Kinder der Stadt Wittichenau.

Homepage: Wittichenauer Kinder – Mrs. Nikovich-Stiftung