August Haschke

Marktplatz, Hier befand sich wahrscheinlich Haschkes GemüsehandelIn Gegenwart des Bürgermeisters Josef Schmitz und eines Notars gab August Haschke im Jahre 1920 folgende Erklärung ab: "Ich bin am 23. Dezember 1842 in Wittichenau geboren und errichte hiermit für meine Vaterstadt Wittichenau folgende Stiftung..."

Nachdem am 24. Juli 1992 die Stadtverwaltung Wittichenau ein Brief eines Herren aus Schlangenbach / Hessen erreichte, mit der Bitte, Auskunft zu erteilen, ob es in Wittichenau eine August-Haschke–Stiftung gäbe und wer der Rechtsnachfolger wäre, wurde erst bekannt, dass es eine August-Haschke-Stiftung gibt.
Unter den in der DDR-Zeit aussondierten Akten fanden sich schließlich wichtige Dokumente, einige mehrere alte Hypothekenbriefe und die Stiftungsurkunde vom 04. August 1920, verhandelt vor dem Notar Weckwerth in Hoyerswerda.

Über das Leben von August Haschke konnte bisher wenig in Erfahrung gebracht werden. Es ist überliefert, dass er einen gut laufenden Gemüsehandel besaß, welcher sich am Marktplatz im heutigen Textileck Hantschke befand.
Ob er eine Familie hatte, ist nicht bekannt. Im Laufe seines Lebens zog es ihn jedoch in die Nähe von Berlin, wo er auch am 14. März 1926 im Alter von 84 Jahren starb.

August Haschke wurde aufgrund seiner Mildtätigkeit Ehrenbürger der Stadt Wittichenau. Vermutet wird, dass die heutige Haschke Straße (früher Kamenzer Vorstadt) nach ihm benannt wurde. Wann das geschah, ist leider unbekannt.

Am 31.08.2003 wurde mit Beschluss des Stadtrates das Stiftungsvermögen der August-Haschke-Stiftung aufgelöst. Durch Zinsen und weiteren Spenden wurde ein Guthaben von 1.024,73 € der Wittichenauer Kinder – Mrs. Nikovich-Stiftung zugeführt.