Der Name, sorbisch Sulšecy, bedeutet sehr wahrscheinlich „Dorf eines Suliš“, womit der Ortsgründer oder das erste Dorfoberhaupt gemeint ist.
Geschichtliches: Die Sollschwitzer Flur ist ein uraltes Siedlungsland, eine Sandgrube nördlich des Dorfes hat dafür Beweise geliefert. Mehrere schnur- und stichbandverzierte Amphoren kamen hier zutage, offensichtlich aus einem Gräberfeld, das in der jüngeren Steinzeit vor rund 5000 Jahren angelegt wurde. Aus der Bronzezeit vor rund 3000 Jahren stammen weitere Gefäße vom gleichen Fundort. 1290 ist „Zhulisdorph“ in einem Schriftstück des Kloster St. Marienstern erwähnt, damals hatte das Kloster die Dörfer Sollschwitz und Saalau für 120 Mark erworben.
Im 15. und 16. Jahrhundert fielen viele Einwohner der Pestepidemien zum Opfer. Und das Hochwasser suchte regelmäßig zur Schneeschmelze das Dorf heim. Eine weitere Geißel für die Sollschwitzer waren mehrere Schadensfeuer, die durch die früher übliche Holzbauweise und die Stroh bzw. Schilfdächer begünstigt wurden.
1822 wurde das Dorf dem gegründeten niederschlesischen Kreis Hoyerswerda zugeordnet. Nach mehrmaligem Wechsel – 1945 zu Sachsen, 1952 zum brandenburgischen Bezirk Cottbus – ist Sollschwitz seit 1990 wieder sächsisch.
In den 1950er Jahren erfolgte die Elsterregulierung, die die Hochwassergefahr für das Dorf weitgehend gebannt hat. 1952 gingen Sollschwitz und Liebegast eine Verwaltungsgemeinschaft ein, die Bestand hatte, bis 1994 der Anschluss des Dorfes an die Stadt Wittichenau vollzogen wurde.
weiter lesen: Die Sollschwitzer Kapelle
< Zurück

