Hoske (Hoźk)

Ortsansicht
Vor 633 Jahren wurde das kleine Dorf Hoske erstmals urkundlich erwähnt. Heute wohnen hier rund 130 Einwohner, davon ca. 50% Sorben.
Wie in beinahe jedem Ort der Wittichenauer Kirchgemeinde hat auch Hoske eine wunderschöne Kapelle aus dem Jahre 1898 im Dorfzentrum.
Das Dorf bildete seit 1948 mit dem etwa zwei Kilometer entfernten Rachlau eine Gemeinde, bis beide Dörfer 1994 nach Wittichenau eingemeindet wurden. Der Name Hoske geht auf das sorbische Hoźk zurück und bedeutet „Ort in einem dürren Wäldchen“.

12 Kruzifixe in Vorgärten und an Feldwegen um Hoske herum, allesamt mit sorbischer Inschrift, künden von der rein sorbischen Geschichte des Dorfes. Im Jahre 1926 wurde in Hoske eine Schule erbaut. Zuvor wurde der Unterricht in der kleinen Dorfkapelle abgehalten.

Mittlerweile ist wegen der rückläufigen Einwohnerzahl neben der Schule auch der Dorfkindergarten geschlossen. Um das dörfliche Gemeinschaftsleben kümmern sich heute der Dorfclub und die Freiwillige Feuerwehr, welche in der dörflichen Gemeinschaftseinrichtung nahe der ehemaligen Schule ihr Domizil gefunden haben.

Geschichtliches zu Hoske und Rachlau: Erstmals schriftlich wurden die beiden Dörfer im 14.Jahrhundert (1318 und 1374) erwähnt, doch sie sind sicher schon lange vorher entstanden. Die dürftigen Böden und die häufigen Überschwemmungen durch die Schwarze Elster werden den Bauern hier in alten Zeiten so manche Sorge bereitet haben, 1419 wird Rachlau daher als „Sorgewitz“ erwähnt. Mit dem Wiener Kongress 1815 kam ein Teil der Oberlausitz von Sachsen zu Preußen. Südlich von Rachlau verlief die Landesgrenze, einen alten Grenzstein finden wir noch heute am Wege nach Commerau. Nach mehrmaligem Wechsel, 1945 zu Sachsen, 1952 zum Bezirk Cottbus (Brandenburg), gehören Hoske und Rachlau seit 1990 zum Bundesland Sachsen.

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