Sorbische Kultur

Sorbische MädchenWittichenau liegt direkt in der sorbisch-katholischen Oberlausitz im Bereich zwischen Bautzen, Kamenz und Hoyerswerda. Die Sorben der Lausitz - sowohl der Oberlausitz in Sachsen als auch der Niederlausitz in Brandenburg - sind in Deutschland die größte anerkannte nationale Minderheit.

Im 6. Jahrhundert besiedelten slawische Völker das von den Germanen verlassene Gebiet zwischen Elbe/Saale und Oder/Queis. Über Jahrhunderte hinweg wurde deren Siedlungs- und Sprachgebiet durch westliche Eroberer im Zuge der Germanisierung stetig kleiner.
Nach der Reformation entstanden schriftsprachliche Formen des Sorbischen auf der Grundlage verschiedener Dialekte, von denen sich Mitte des 19. Jahrhunderts zwei als endgültige Schriftsprachen ausprägten: das Obersorbische auf der Grundlage des Bautzener und das Niedersorbische auf der Grundlage des Cottbusser Dialekts.

Zur Zeit der nationalsozialistischen Diktatur erlebte die Unterdrückung und Assimilation der Sorben ihren Höhepunkt im Verbot jeglichen öffentlichen sorbischen Lebens. 1948/50 wurden erstmalig die Grundrechte der Sorben in der sächsischen und brandenburgischen Landesverfassung gesetzlich verankert. Derzeit leben in den zweisprachigen Regionen der Nieder- und Oberlausitz 40-60 Tausend sorbischsprechende Einwohner. Die Bemühungen zur Erhaltung und Entwicklung der sorbischen Sprache und Kultur sind heute rechtlich gesichert und werden finanziell von den Landesregierungen Sachsens und Brandenburgs sowie von der Bundesregierung unterstützt. Wenn sie mehr über unsere zweisprachige Region, die Sorben und ihre Kultur erfahren möchten, finden sie auf den folgenden Seiten mehr Informationen zu diesem Thema.

http://de.wikipedia.org/wiki/Sorben, http://www.sorben.de  http://www.domowina.sorben.com  http://www.stiftung.sorben.com  http://www.museum.sorben.com  http://www.krabatregion.de  http://www.tcm-kp.de/sektionen/bratrowstwo (Bratrowstwo)

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