Der Häusler aus Brischko
Der
Häusler Nasdalak aus Brischko schaute sorgenvoll auf sein Feld neben
dem Teich. Er zerbrach sich den Kopf, wie er bis zur Ernte mit dem Brot
reichen sollte.
Plötzlich stand ein altes Männchen neben ihm und fragte, warum er so
traurig sei. Der arme Häusler klagte ihm seine Not.
Da sagte das Männchen: „Weißt du was, ich werde dir vier Scheffel Korn
borgen. Ich bin der Wassermann dort aus dem Teich. Komm heute Abend
an den Ständer, wo das Wasser abgelassen wird! Dort werden vier Säcke
stehen, die nimm! Dafür musst du mir aber bis morgen Nachmittag zwei
Pfund Kaffee, Zucker und große Rosinen besorgen. Bist du damit zufrieden?“
Der Bauer war froh, dass ihm auf diese Weise geholfen würde und versprach
das gern.
Am Abend holte er das Getreide mit dem Schubkarren nach Hause. Als er
aber am nächsten Tag zum Teich ging, begann es zu stürmen und zu donnern,
das die Bäume rauschten und sich bogen. Ein Blitz schlug plötzlich ins
Wasser. Mit Mühe gelangte der Mann bis zum Ständer, wo er ihn dort nicht
sah, suchte er das Wasser ab.
Da hörte er eine Stimme: „Geh heim! Der Wassermann ist tot. Der Blitz
hat ihn erschlagen.“
( gekürzt aus "Sagen der Lausitz", Domowina – Verlag , Bautzen , 1967
)
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