Krabat

Brezan's Krabat BuchDer im Volksmund "Krabat" genannte Oberst Johann von Schadowitz wurde 1704 in der Wittichenauer Pfarrkriche begraben. Auch Hollywood hat den "Harry Potter von Deutschland" für sich entdeckt (s. Seite 2).

Um ihn rankten sich schon zu Lebzeiten viele Legenden, und so wurde er zum Mittelpunkt des Lausitzer Sagenkreises.

Die Sagen wurden bereits von verschiedenen Schriftstellern verarbeitet, so z.B. Juri Brézan und Martin Nowak-Neumann. Besonderen Erfolg hatte in jüngster Zeit das Buch „Krabat“ von Otfried Preußler (Bild), welches 1981 beim K. Thielmanns Verlag Stuttgart erschien und in über 20 Sprachen übersetzt wurde. Es erhielt den Europäischen, den Deutschen, den Holländischen und den Polnischen Jugendbuchpreis und steht auf der Ehrenliste der amerikanischen Büchereien.

Viele Sagen sind sicherlich älteren historischen Ursprungs und wurden nur irgendwie mit Krabat in Verbindung gebracht. KarnevalIn dem Heft „Die katholische Pfarrkirche“ in Wittichenau (1935) kann man nachlesen: "Unser Totenbuch enthält im Jahrgang 1704 folgende Eintragung: "...alhier in der Kirchen ... begraben worden unterhalb des Presbytorij am Gläkel der gnädige Herr H. Obrist Joannes Schadowitz in Croatien von Agram gebürtig.“

Schadowitz war offenbar seiner Nationalität nach ein Kroate. Nach dieser wurde er kurz Kroat genannt. Das Volk verwandelte diesen Namen in Krabat.

Nach der Chronik des „Wittichenauer Wochenblattes“ (1878) nannte der Volksmund den pensionierten, in Agram gebürtigen Kroatenoberst Johann von Schadowitz einfach nur Krabat.

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