Osterbräuche

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Der offensichtlich ebenfalls in vorchristlicher Zeit wurzelnde Brauch knüpft an den Glauben des Reinheit und Gesundheit fördernden Wassers an, wie er in zahlreichen Religionen zu finden ist.

Mit dem Osterwasser pflegte man sich zu waschen, besprengte aber auch das Vieh und mancherorts die Menschen, denen man begegnete.

Früher holten in der Nacht zum Ostersonntag die Mädchen vor Sonnenaufgang das heilkräftige Osterwasser. Auf dem Weg zur Quelle oder zum Fließ wie auch auf dem Rückweg musste völliges Schweigen bewahrt werden.

Geschöpft wurde das Osterwasser dort, wo es aus östlicher Richtung floss, also vom Sonnenaufgang. Die Burschen versuchten dann die Mädchen auf dem Rückweg zu erschrecken oder zum Sprechen zu bewegen.

Wurde das Schweigegebot gebrochen, verlor das Osterwasser seine Gesundheit und Schönheit fördernde Wirkung. Die Mädchen brachten "Plapperwasser" heim und wurden verspottet.

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