Die frühere Kirche war ein Holzbau mit einem Schindeldach. Sie wurde am 15. April 1780 beim großen Stadtfeuer vernichtet und anschließend mit starken Mauern und einem Ziegeldach massiv errichtet und schließlich durch den Bischof Johann Josef Schüller von Ehrenthal feierlich eingeweiht.
In der Kirche befanden sich ein einfacher Holzaltar mit Altarstein und darüber stehender Kreuzigungsgruppe (letztere jetzt an der Kanzelwand), eine Kanzel (1786 aus dem Bautzener Dom geschenkt), ein schmaler Chor und 41 Bänke.
Das Kirchlein fasst bequem 330 Sitzplätze, 80 Stehplätze und 20 Plätze für die Sänger. Über dem Dach ragt ein schmuckes Türmchen empor, das mit einer Glocke versehen ist.
Ein besonderer Schmuck der Kreuzkirche ist der Flügelaltar aus der Taufkapelle der Pfarrkirche. Er stammt aus der spätgotischen Zeit des 15. Jahrhunderts.
Als Filialkirche diente die Kreuzkirche in Verbindung mit der Pfarrkirche den gottesdienstlichen Bedürfnissen der ganzen Gemeinde, als Stiftskirche erfüllte sie die Anforderungen des „Jakubetz`schen Hospital- und Schulstiftes“ und genügt als Vereinskapelle den seelsorglichen Belangen.
In der heutigen Zeit wird die Kreuzkirche vom Katholischen Kinderhaus, von der Pfarrjugend in der Adventszeit zu Orate-Messen und vom Kolpingverein für Vorträge, sowie für das Kolping-Gedenken zeitweilig genutzt.
Auszug aus: „Die katholische Pfarrkirche in Wittichenau“ Herausgeber: Katholischer Kirchenvorstand, Wittichenau
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